28. Februar 2015

es riecht nach frühling...

und wenn dienstplan und sonne mitspielen, geht es raus und über die insel, jede woche ist dies - wenn irgend möglich - an einem tag gesetz, mit freund und/oder freundinnen, immer gerade so wie es passt.
etwas klitzekleines genäht habe ich aber auch (ein schlüsseltäschchen wurde sich gewünscht), zu mehr reichte die zeit nicht, ich war ja schließlich auch kräftig mit häkeln beschäftig (dazu ein anderes mal mehr [bei instagram habe ich die vollendete pracht schon gezeigt] - sonst platzt dieser post aus allen nähten)

in lohme wollten wir uns umgucken, seit da vor ein paar jahren etwas vom hang abgerutscht ist, waren wir nicht mehr dort. aber schön zu sehen, dass das cafe niedlich unversehrt am alten fleck steht, es hatte zwar geschlossen, aber egal - wir sind rund genug ;-)
wunderhübsch auch jetzt, obwohl noch alle bäume kahl sind.  dafür überraschten uns viele, viele schneeglöckchen.
  wir wanderten die küste entlang und während herr hummelellli zwei geocaches auf der spur war fotografierte ich ein paar blümelein und entdeckte außerdem  HOTEL GREY'S Gästehaus ... he he he... ;-D (einige damen werden evtl. wissend schmunzeln ...)
 weiter fuhren wir dann nach saßnitz zum hafen....
 auch hier warteten zwei geocaches auf uns, einen hatte ich fast sofort in der hand...
hier kamen wir dann auch zu kaffee und kuchen.

und weil das schöne wetter anhielt, trommelten wir unsere freunde zusammen, um am sonntagnachmittag ein feuerchen am strand zu machen. im februar 2014 hielten wir es ebenso, da allerdings umzingelt von schnee und eis ...
diesmal wars fast ein frühlingsträumchen, mit sonne und allem drum und dran... groß und klein waren vertreten, es gab gut zu essen und zu trinken (jeder bringt mit was er denkt).
nach solch einem tag läuft einem das herz vor glückseligkeit fast über... es war sowas von schön!


fazit: ...das inselleben ist wunderbar!

in diesem sinne, habt ein schönes restwochenende,
liebe grüsse aus dem norden, 
eure hummelellli

und was ist bei euch so los?
>> jeder ist seines glückes schmied (volksmund) <<

25. Februar 2015

Indien 3/3 - Mumbai - Indien ist nicht Bollywood

mumbai (ehemals bombay) liegt an der westküste indiens und ist eine halbinsel, die zu 85% von wasser umgeben ist. sie hat eine fläche von 437 km², auf der ca. 15 millionen einwohner leben.

"incredible india", so begrüßte uns die aufschrift am hafenterminal, so war es dann auch: "unglaublich". von der gesamten urlaubsreise hat mumbai mich am heftigsten "erwischt" bzw uns alle (glaube ich) für einen moment auf den boden zurück geholt... 
über der gesamten stadt hängt eine dunstglocke, es sieht aus, als hätte seit jahrzenhnten kein mensch irgendwo handangelegt, viele gebäude lassen den glanz längst vergangener zeiten erahnen...  wohin man schaut, verfall... 

für den nächsten tag (25.01.15) hatte sich barack obama für einen staatsbesuch (zur ehrung indischer unabhängigkeitskämpfer) angemeldet, daher das viele militär ringsum 
nachdem wir die kontrollen im hafengelände hinter uns gelassen hatten, fuhren wir mit dem bus weiter durch die stadt. als die gassen enger wurden sind wir zu fuß los, unser ziel war das handwerkerviertel.
 unser weg führte uns am heiligen banganga wassertank vorbei.  der tank hat seinen ursprung im 12. jahrhundert und gehörte zu einer tempelanlage, die irgendwann von den portugiesen zerstört wurde... (inzwischen z.t. wieder aufgebaut)    es heißt, dass wasser im tank habe eine heilende wirkung...

besonders faszienierte mich ein junger mann, der kräftig aufs pedal einer alten nähmaschine tritt, wie zu omas zeiten, ganz ohne strom rattert das gute stück, er scheint hier der fortschriftlichste schneider im viertel, ich sah andere, die nähten per hand... er war sehr nett und hatte nichts dagegen das ich ihn fotografierte... 
 hier unten links im bild ein frisör

das unglaublichste jedoch war die freiluftwäscherei bzw die wohl größte „waschmaschine“ der welt, ein riesiger waschplatz unter freiem himmel erwartete uns mitten in mumbai. wäscheleinen ohne ende, kübel und bottiche wohin man sieht, hier wird die wäsche von familien, hotels und anderen geschäften gewaschen.
mit alten fahrrädern wird die wäsche geholt und zurück gebracht, große bündel stapeln sich auf den gepäckträgern, überall in der stadt sieht man mit wäsche bepackte räder.
ältere damen sitzen in der wäscherei auf dem fußboden und legen die saubere wäsche zusammen...
 natürlich gibt es in mumbai nicht nur armut sondern auch das komplette gegenteil. große, moderne einkaufszentren für die besser betuchten, prachtvolle wohnhäuser, teure autos... so wie eigentlich über all auf der weilt gibt es eben auch hier arm und reich...  uns stand aber nicht der sinn danach, auch die andere seite zu erkunden, wir haben ein kleines stück vom richtigen indien gesehen...

zurück auf dem schiff ließen wir das erlebte revue passieren. die stimmung war eine andere als all die tage zuvor ... wahnsinn und schön zugleich dies gesehen zu haben. die menschen müssen mit so wenig auskommen und sind trotzdem fröhlich und herzlich... bei uns dageben, jeder will mehr als der andere, nie ist es genug und wirklich zufrieden sind ganz wenige...

so legten wir ab, blick zurück,
bye, bye indien
(ich glaube wir sehen uns wieder)
hossa die waldfee, ich kann euch sagen, wenn so ein erlebnis nicht dazu beiträgt gelassener zu werden weiß ich auch nicht (ich denke ich persönlich bin bereits gelassen genug :-).
anonsten ist es wohl so, dass man indien liebt oder nicht, ich hänge noch irgendwo dazwischen.

und ihr so?
auch schon mal indische luft geschnuppert?

liebe grüße vom aufgeräumten, heimischen schreibtisch
eure hummelellli

die welt hat genug für jedermanns bedürfnisse, aber nicht für jedermanns gier.
lebenszitat von mahatma ghandi

21. Februar 2015

gehäkelt, gewandert, gesucht und gefunden...

wer denkt im winter sei auf rügen nix los - irrt!
wir sind mindestens genauso stramm beschäftigt wie im sommer...
es beginnt schon beim persönlichen handarbeitsprojekt, da hat jeder irgendetwas auf dem zettel. mein monstrum nähert sich dem ende, hier rechts im bild der rücken mit mega-bommel am kaputzenende... ein bisschen dauert es noch, dass ende zieht sich...  nächste woche gibt es die ganze pracht.
dann stand unser all monatliches handarbeitstreffen an, diesmal luden wir keck in meine arbeitsstelle >>hotel wreecher hof<< ein.
 wir haben momentan betriebsferien, somit sturmfrei, platz genug  und das okay vom chef - also perfekt! tatsächlich waren wir dann 19 damen die bei kaffee, kuchen & hugo einen fröhlichen nachmittag verbrachten.

traumwetter hatten wir die tage sowieso. es ging raus an die frische luft, immer am wasser entlang. ich bin hier geboren, aufgewachsen und bis auf drei jahre (die ich dem schwarzwald schenkte) habe ich auf der insel mein leben verbracht. es wird mir nicht über, alle nas lang die gleichen wege zu gehen...

natürlich wird unterwegs auch engekehrt, der erste halt war in der nautilus, wie ich finde immer einen besuch wert, denn der name ist tatsächlich programm. wen es interessiert klickt >>HIER<<

und weiter gehts, ein paar kilometer haben wir noch vor uns...
und als wir mädels (3 stück) so schnatternderweise am ufer entlang wandern, geht vor uns ein junger mann im schneckentempo, schwingt irgendein sensording am boden von rechts nach links und hat dazu kopfhörer auf den ohren. wir sind dann genauso langsam hinterher und wollten wissen was er da sucht, der erste gedanke war bernstein, aber das ist ja quatsch, dafür gibt es glaube ich noch nicht so ein sensorschwingding..
tatsächlich blieb er dann stehen und fing an zu graben, unsere chance und siehe da, er war sowas von redselig. einen metalldetektor hat er im anschlag und sucht hier immer mal wieder nach münzen, dies sei eine gute stelle und es gäbe auf rügen noch eine zweite die ebenso ergibig ist, er käme extra vom festland gefahren... daraufhin zeigt er uns seine ausbeute von etwa 3 stunden arbeit, es sind ein paar euros dabei, dm, einige ddr alu-chips und sogar irgendeine münze vom 18. jahrhundert, eine vom 3. reich und ein kleines herzförmiges metaillon. wir waren verblüfft und trabten nun schlauer weiter...
den nächsten stopp legten wir auf einem kleinen hof ein, der hausherr war nicht vor ort, uns egal, wir pausierten dort auf der bank bei den enten, hühnern und schafen...



für einen solchen wandertag brauchen wir inkl. pausen etwa 5,5 std., es macht irre spaß, egal welches wetter...

nun wünsche ich euch ein schönes restliches wochenende, liebe grüsse von der insel,
eure hummelellli

ps.: wirklich bei jedem wetter...